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Soziale
Projekte
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Eine belebte Cresta Mauer für die Hauptschule in Weilheim
Eine neue Mauer aufbauen und damit alte Mauern einreißen - das war der Plan für unser diesjähriges Soziales Projekt. Wir wollten gemeinsam mit Schülern der Weilheimer Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums eine so genannte belebte Cresta Mauer errichten, um schulübergreifend etwas verbindendes zu schaffen.
Dieser Plan A konnte aus schulbürokratischen Gründen leider
nicht umgesetzt werden, so schritten wir zu Plan B. Zusammen mit Schülern der Hauptschule
haben wir auf dem Gelände der Conrad Röntgen Schule
eine belebte Mauer errichtet.
Die Besonderheit der Cresta Mauer ist, dass sie trocken gebaut wird, ohne die Verwendung von Mörtel. Dadurch werden Hohlräume und Nischen geschaffen, die Lebensräume für Pflanzen, Insekten und allerlei Kleintiere schaffen. Zusätzlich sind in die Mauer verschiedene Nisthöhlen für Vögel, Fledermäuse und Mäuse sowie Beobachtungsstationen integriert.
Die Mauer ist also im wahrsten Sinne des Wortes belebt
und bietet den Schülern spannende und hautnahe Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt - eine tolle Bereicherung zum Unterricht im Klassenraum.
Am Spinnenrahmen können die Schüler z.B. die faszinierenden Kunstwerke der nützlichen Insekten bewundern und eine Ameisenbeobachtungsstation bietet Einblicke in die Welt der emsigen Gliedertiere.




Dass die Mauersteine und Nisthöhlen überhaupt bei der Hauptschule
ankamen, ist der Spedition Neumaier Logistics Group zu
verdanken. Die Spedition hat sich mit uns an
den Kosten der Mauer beteiligt und den Transport zur
Hauptschule übernommen. Wir waren dann Vorort in der
Hauptschule und haben die Mauer zusammen mit sechs
Schülern aus den Klassen 5 bis 7 über mehrere Wochen
errichtet.
Zunächst wurde ein Graben ausgehoben und mit Kies gefüllt, bevor die Mauer gesetzt werden
konnte. Für die Schüler waren die Einsätze im Garten
eine tolle Gelegenheit, einen kleinen Einblick in den
Beruf des Gärtners bzw. Landschaftsgärtner zu
bekommen. Dabei fand auch unser Lieferwagen großes
Interesse - vor allem die Warnlampe auf der Fahrerkabine
hatte es der Rasselbande angetan und wurde ein ums
andere Mal in Betrieb gesetzt.



Der letzte Arbeitsschritt an der Mauer ist ihre Bepflanzung.
Damit ist sie bezugsfertig und kann von ihren kleinen
Bewohnern in Beschlag genommen werden. Nach den Ferien soll die Mauer als
Naturkunde-Anschauungsstück mit in den Biologie-Unterricht eingebunden werden.
Nach den harten Arbeitseinsätzen an der Mauer (die
Hitze im Juli hat ganz schön geschafft) freuen wir uns
mit den stolzen Schülern über den erfolgreichen
Abschluss des Projekts. Es hat uns viel Spaß gemacht
und wir hoffen, dass die Mauer noch vielen
Schülergenerationen Freude bereiten wird und ihnen die
Welt der Kleinlebewesen näher bringt. Dann stellen hoffentlich
alle fest "Spinnen sind cool", wenn sie am Spinnenrahmen die filigranen Kunstwerke der kleinen Insekten bewundern. Und sollte sich eine Mäusefamilie in der Mauer
einnisten (z.B. unten rechts in der Nisthöhle), wird hoffentlich
auch niemand kreischen.
Noch mal zurück zum Eingangs beschriebenen Plan A -
eine Mauer gemeinsam mit Schülern der Hauptschule,
Realschule und des Gymnasiums zu errichten - ganz
aufgegeben haben wir ihn noch nicht. In Weilheim hat es
leider nicht geklappt, aber vielleicht wird es im
nächsten Jahr in Starnberg was.
Jens Strzelecki


Info zur Cresta Mauer:
Die Idee für diese belebten Mauern stammt von der Fa.
Wintermantel (Hersteller von Pflastersteinen und
Betonbauteilen), der Fa. Schwegler (Spezialist für
Kleintierschutz) und dem Naturschutzbund NABU. Durch Hohlräume und Nischen in der Mauer werden Lebensräume
für Pflanzen und Tiere geschaffen. Sehr beliebt ist die
Mauer als naturkundliches Anschauungsstück in Schulen
oder anderen pädagogischen Einrichtungen, aber auch im
privaten Garten. Vor allem wenn es Kinder in der Familie
gibt, ist dieser kleine "Kosmos" eine
spannende Bereicherung und ein Blickfang.
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